Nötigung und Bedrohung durch Neonazis in Duisburg-Ruhrort

Am Dienstag, dem 22. März wurde ein alternativer Jugendlicher in Duisburg-Ruhrort von zwei Neonazis bedroht und genötigt ein Foto von sich machen zu lassen. Dieser schickte uns ein Gedächnisprotokoll und eine Täterbeschreibung per e-mail, welche wir im folgenden dokumentieren.

Gestern wurde ich von 2 Nazis bedroht und gezwungen mich von denen abfotographieren zu lassen. Ich stand gegen 21:35 an der Bahnhaltestelle Friedrichsplatz als die Bahn Richtung Hbf/Uni/Mülheim ankam. In dieser saßen 3 Nazis, von denen 2 ausgestiegen sind nachdem sie meine Buttons gesehen haben. Beide waren wie typische ANs gekleidet (schwarze Cappies mit Buttons, schwarze Windbreaker, Bauchtasche) und geschätzt 20 bis 23 Jahre alt. Der eine ca. 1.80 groß und dunkelhaarig, der andere war ca. 1.85 groß und blond, beide hatten kurze, etwa 1cm lange Haare. Der Kleinere hat gesprochen. Spöttisch wollte er wissen ob ich Antifa sei, hat nach Aufklebern gefragt und woher ich komme. Meine Buttons wurden mir weggenommen. Dann packte er mich am Kragen und sagte „Das ist nationale Zone hier!“ Der andere forderte ein Foto oder „wir schlagen dich krankenhausreif!“. Zum Schluss drohten sie mir: “Wenn wir dich nochmal sehen, hauen wir dir auf’s Maul!”. Das Ganze dauerte etwa 5 Minuten, dann sind die Nazis in Richtung Kaufland/Kreisverkehr über die Eisenbahnstraße abgehauen. Ich habe die Polizei gerufen, welche allerdings erst 20 Minuten später auftauchte. Anzeige wurde erstattet.

Dieser Vorfall zeigt, dass sich Neonazis anscheinend in ihrem Auftreten sicher fühlen, solange sie anonym sind. Stadtbekannte Gesichter könnten sich so etwas nicht erlauben. Deshalb ist es wichtig Naziaktivitäten jeglicher Form zu melden und öffentlich zu machen. Dabei sind wir auf eure Hilfe angewiesen.

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